Reinkarnation in den Naturreligionen


TOTENGLAUBE DER WIKINGER

Nicht viel anders als bei den Römern verhielt es sich bei den Wikingern. Einheitliche Bestattungsrituale gab es nicht. Auch im hohen Norden wurden die Grabkammern der Verstorbenen mit Geschirr, Waffen, Schmuck und persönlichen Gegenständen ausgestattet. Die Krieger der Wikinger wurden häufig in voller Rüstung und den persönlichen Gegenständen auf ein Schiff gelegt. In dem man das Boot zu Wasser lies und in Brand steckte, gelangte der Krieger mitsamt seiner persönlichen Besitztümer ins Walhalla.


TOTENGLAUBE DER KELTEN

Der Glaube an ein Leben nach dem Tod war in der keltischen Religion sehr wichtig. Es ist kein System der Bestrafung oder Belohnung nach dem Tod überliefert. Auf Grund der Fruchtlosigkeit keltischer Krieger wird jedoch vermutet, daß sich diese auf eine Wiedergeburt nach dem Tod freuten.

Cäsar berichtet im gallischen Krieg (VI, 14,5), die Kelten hätten die Wiedergeburtslehre gekannt, und er gibt dieser Idee in der Geheimlehre der Priester eine besondere Wendung: „Vor allen Dingen suchen die Druiden davon zu überzeugen, daß die Seelen unsterblich sind und nach dem Tode von einem Körper in einen anderen übergehen. Sie meinen, diese Lehre sei ganz besonders geeignet, zur Tapferkeit anzuspornen, weil man dann den Tod nicht fürchtet.“

Der antike griechischen Geschichtschronist Diodor, der sich im 1. Jahrhundert v. Chr. in seinem fünften Buch auf Cäsar stützt, bemerkt zu diesen Kelten: „Das Sterben achten sie für nichts. Es herrscht bei ihnen nämlich der Glaube des Pythagoras, daß die Seelen der Menschen unsterblich seien und nach einer bestimmten Reihe von Jahren wieder ein neues Leben beginnen, indem die Seele in einen neuen Leib übergeht. Deshalb geschieht es auch, daß bei den Begräbnissen der Verstorbenen Einige an ihre gestorbenen Verwandten geschriebene Briefe in den Scheiterhaufen werfen, gleich als ob diese sie lesen würden.“

Als Grabbeigaben für das nächste Leben wurden Kleidung, Waffen, Gefäße und Speisen gefunden. Dieser Ort, an den die Verstorbenen gelangten, wird als unirdische Region, als Anderswelt, in der übernatürliche Wesen und Untiere lebten, beschrieben. Die Grenzen dieses Landes waren fließend und alle Sterblichen konnten sie überqueren und die Anderswelt betreten.


SCHAMANISCHER TOTENGLAUBE

Viele indigenen Völker (z.B. Maori, Aborigines, Inuit, nord- und mittelamerikanische Indianer, etc.), haben ihre eigenen schamanischen Traditionen. Auch wir in unseren Breitengraden, haben eigene schamanische Wurzeln (z.B. Germanen, Kelten, „Hexen“, etc.) die langsam wieder zu sprießen beginnen.
Nach unserem Verständnis wird der Schamane heute in „zurückgebliebenen„ oder abgelegenen edinschen Kulturen nur als Zauberer und Medizinmann angesehen. Tatsächlich gehen seine Fähigkeiten und damit einhergehend sein Tätigkeitsgebiet weit darüber hinaus.
Die angehenden Schamanen werden meist im Kindesalter durch Träume und Visionen von den Geistern zur Arbeit als Schamane berufen. Die Ausbildung der Befähigten erfolgt danach durch einen tradierten Schamanen. In Familien mit schamanischem Hintergrund wird diese Fähigkeit von Generation zu Generation weitergegeben. So steht der Schamane seit je her im ständigen Kontakt mit der geistigen Welt, durch die Heilungen, Weissagungen und Durchsagen von Verstorbenen möglich werden. Die Anrufung jenseitiger Geister wird durch den Schamanen teilweise durch traditionelle Rituale, aber auch durch die Versetzung in einen Trancezustand, z.B. durch Trommeln, Tanzen, Gesang, Fasten oder der Schwitzhütte eingeleitet.
Auf diese Art kann er mit Hilfe der geistigen Welt, Heilungen durchführen, böse Geister abwehren, Besetzungen lösen und Sterbende ins Jenseits begleiten.
Der traditionelle Schamanismus hat sich z.B. in Russland, dem Amazonasgebiet und durch die Kahuna auf Hawaii und Polynesien ebenso wie durch die indianischen Medizinmänner in den USA bis in die heutige Zeit retten können. Das ursprüngliche Wissen der Schamanen wird wieder weitergegeben und findet seinen Platz auch zunehmend in unserer Gesellschaft.