Östliche Reinkarnations-Philosophie

Östliche Reinkarnationsglaube

Das Rad des Lebens und der Wiedergeburt


Im Buddhismus und Hinduismus findet sich der Gedanke der Wiedergeburt als Teil des ewigen Kreislaufes der Schöpfung. In den jahrtausende alten heiligen Schriften der Hindus, den Veden, steht seit je her beschrieben, dass Körper, Seele und Geist drei verschiedene Wesensteile des Menschen sind.
Für uns Europäer sehr vereinfacht dargestellt, ist der Körper nur die sicht- und fühlbare Hülle, in der die Seele während ihres Lebens auf der Erde beheimatet ist. Nur der Körper ist sterblich.

Die Seele, das individuelle Bewusstsein, der Charakter des Menschen ist unsterblich und inkarniert sich immer und immer wieder um sich aus den gesammelten Erfahrungen auf Erden bis zum Absoluten zu vervollkommnen.
Der Geist wird mit dem Leben an sich, oder der alles belebenden Lebensenergie gleichgesetzt.

Wenn ein Mensch gemäß der östlichen Ideologie stirbt, dann verlässt er nur die Hülle, die Seele lebt jedoch in einer anderen geistigen, immateriellen Dimension weiter. Spätestens seit die moderne Kernforschung herausgefunden hat dass alles nur Geiststoff oder Schwingung ist, erscheint es nicht mehr abwegig das auch die Seele nicht sterblich ist.

Das Rad der Wiedergeburt


So wie es von allem in Leben zwei Seiten gibt, wie z.B. Tag und Nacht, Sommer und Winter, männlich und weiblich, positiv oder negativ, so hat es den Anschein das auch das Leben und der Tod nur zwei unterschiedlich Polaritäten ein und der selben Realität sind, die aber in ihrer Wertung jeweils anders aber in keiner weise schlecht sind. Der Tod ist in dem Fall nichts anderes als eine Geburt im Jenseits und mit dem Tod im Jenseits beginnt die Geburt im Diesseits. Allerdings ist die diesseitige Welt eine materielle physische Welt, die jenseitige Welt scheint eine feinstofflichere geistige Welt zu sein. Die Buddhisten nennen es das Rad der Wiedergeburt.

Wiedergeburt durch Karma


Aus diesem immerwährenden Kreislauf aus Tod und Wiedergeburt können wir nur aussteigen, so die Ansicht der Buddhisten, wenn wir das Gesetz von Ursache und Wirkung kennen und durchschauen.
Das Gesetz sagt nichts anderes, als das wir ernten werden was wir sähen. Wenn wir heute jemandem etwas Schlechtes antun, werden wir das Gleiche zu einem späteren Zeitpunkt von einer anderen Person selbst zugefügt bekommen. Nur damit wir diese Erfahrung am eigenen Leib spüren können. Dies ist das Gesetz des Karma. Auf diese Weise lernen wir durch Erfahrung höhere ethische Werte. Dieser Prozess scheint kontinuierlich über viele, viele Inkarnationen zu verlaufen und ist eine Art Selbstveredlung.